1. Juni 2021 – der Tag, an dem sich für uns alles veränderte

Manchmal gibt es einen Tag, der ein Leben in ein Davor und ein Danach teilt.

Für uns war dieser Tag der 25. Juni 2021.

An diesem Tag wurden unsere Hunde beschlagnahmt.

Hunde, die mit uns lebten.

Hunde, die zu unserer Familie gehörten.

Hunde, deren Charakter, Gewohnheiten, Ängste und Bedürfnisse wir kannten.

Und Hunde, für die wir Verantwortung trugen und um deren Wohlergehen wir uns sorgten.

Was an diesem Tag geschah, kam nicht aus dem Nichts.

Drei Tage zuvor

Am 22. Juni 2021 wurde eine Anzeige erstattet.

Ausgangspunkt war eine Frau, die im Zusammenhang mit dem späteren Verfahren als vermeintliche Welpenkäuferin eine Rolle spielte.

Nach unserer Darstellung war sie jedoch keine Welpenkäuferin.

Vielmehr hatten wir Welpen von ihr bei uns aufgenommen – Chihuahua-Mischlingswelpen, die Versorgung benötigten.

Unsere Hündin Nirvana of lovely Gang hatte zu dieser Zeit selbst Welpen. Sie nahm zusätzlich zwei dieser fremden Babys als Ammenwelpen an und versorgte sie gemeinsam mit ihren eigenen.

Nirvana unterschied nicht zwischen „ihren“ und „fremden“ Welpen.

Sie nahm sie an.

Sie wärmte sie.

Sie säugte sie.

Sie kümmerte sich um sie.

Für uns war das ein selbstverständlicher Akt der Hilfe.

Dass gerade die Ereignisse in diesem Umfeld wenige Tage später Teil einer Entwicklung werden würden, die unser Leben und das Leben unserer Hunde grundlegend verändern sollte, konnten wir zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen.

Dann kam der 25. Juni 2021

Unsere Hunde wurden beschlagnahmt.

Von einem Moment auf den anderen war nichts mehr so, wie es vorher gewesen war.

Was bis dahin unser Alltag, unser Zuhause und unser gemeinsames Leben mit unseren Hunden gewesen war, wurde plötzlich Gegenstand behördlicher Maßnahmen, Vorwürfe, Entscheidungen und später zahlreicher Auseinandersetzungen.

Für Außenstehende mag eine Beschlagnahmung zunächst wie ein einzelner Verwaltungsvorgang erscheinen.

Für die Menschen und Tiere, die davon betroffen sind, ist sie das nicht.

Sie bedeutet Trennung.

Sie bedeutet Ungewissheit.

 

Sie bedeutet, nicht zu wissen, wo die eigenen Tiere sind, wie es ihnen geht und was mit ihnen geschieht.

Und sie bedeutet, sich plötzlich gegen eine Darstellung der eigenen Person und der eigenen Tierhaltung verteidigen zu müssen, während Entscheidungen bereits getroffen werden und Tatsachen geschaffen werden.

 

Warum wir diese Geschichte erzählen

Diese Webseite entstand nicht, weil wir Aufmerksamkeit um ihrer selbst willen suchen.

Sie entstand, weil wir dokumentieren wollen, was tatsächlich geschehen ist.

Wir wollen zeigen, wie es zu der Beschlagnahmung kam.

Welche Vorwürfe erhoben wurden.

Welche Informationen den beteiligten Stellen zur Verfügung standen.

Welche Entscheidungen getroffen wurden.

Welche Widersprüche sich aus unserer Sicht ergeben haben.

Welche Unterlagen, Bilder, Schriftstücke und sonstigen Nachweise existieren.

 

Und vor allem:

Was die Folgen dieser Entscheidungen für unsere Hunde und für uns waren.

Dabei soll es nicht darum gehen, den Leser mit möglichst lauten Behauptungen zu überzeugen.

Dokumente sollen für sich sprechen.

Zeitabläufe sollen nachvollziehbar werden.

Aussagen sollen miteinander verglichen werden können.

Und dort, wo unterschiedliche Darstellungen existieren, sollen diese Unterschiede sichtbar gemacht werden.

 

Denn wer sich ein Urteil bilden möchte, sollte die Möglichkeit haben, mehr als nur eine Seite der Geschichte zu kennen.

Dies ist der Anfang dieser Dokumentation

Der 22. Juni 2021 war der Beginn einer Entwicklung.

Der 25. Juni 2021 war der Tag, an dem sie unser Leben erreichte.

 

Was danach folgte, lässt sich nicht in wenigen Sätzen erzählen.

Deshalb werden wir die Ereignisse Schritt für Schritt aufarbeiten und dokumentieren – chronologisch, nachvollziehbar und, wo immer möglich, anhand der vorhandenen Unterlagen und Belege.

Wir werden auch die Punkte benennen, die aus unserer Sicht bis heute Fragen aufwerfen.

Nicht jeder Leser muss unsere Einschätzung teilen.

Aber jeder Leser soll die Möglichkeit bekommen, sich auf Grundlage der tatsächlichen Abläufe und der vorhandenen Dokumente ein eigenes Bild zu machen.

Denn hinter Aktenzeichen, Schreiben und behördlichen Entscheidungen stehen Lebewesen.

Unsere Hunde.

Und für uns hatten und haben sie Namen, Persönlichkeiten und eine Geschichte.

Hier beginnt diese Geschichte.

Am 25.06.2021 wurden uns unsere geliebten Hunde beschlagnahmt.

Wir werden hier den Verlauf der Beschlagnahmung, die Umstände und den weiteren Verlauf dokumentieren.

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