Das Wetter im Mai 2021 – Wasser, Feuchtigkeit und später große Hitze

Der Mai 2021 war mit sehr viel Regen verbunden. In unserem Eingangsbereich stand des Öfteren das Wasser über die Knöchel hoch. Auch unsere Waschküche und beide Kellerräume standen voller Wasser.

In der Waschküche war es schon früher hin und wieder zu Wassereinbrüchen gekommen, wenn es stark regnete. Durch das Abholzen im Reusaer Wald, der direkt an unser Grundstück angrenzt, wurde in diesem Jahr jedoch noch mehr Wasser in unseren Garten geschwemmt. Alles war vollkommen durchweicht.

Dieses Mal waren nun auch die Kellerräume betroffen.

Dort hatten wir sehr viele Utensilien und auch diverse neu gekaufte Möbel untergebracht, da der Umbau unseres Hauses noch nicht vollständig abgeschlossen war. Unter anderem standen noch Arbeiten an der Wasserrohrverlegung im Außenbereich sowie eine geplante Neuverlegung im Haus an.

Unsere Waschmaschine und unser Wäschetrockner verabschiedeten sich natürlich ebenfalls – beide standen vollkommen im Wasser.

Wir versuchten, sämtliche im Keller untergebrachten Gegenstände zu retten und brachten so viel wie möglich auf die oberen Ebenen unseres Hauses.

Dazu muss ich anmerken: Zu diesem Zeitpunkt waren unsere Welpen bereits geboren.

Diese gesamte Situation hat uns sehr gefordert und sicherlich auch überfordert.

Mehrere Anrufe bei der Stadt Plauen blieben leider erfolglos. Wir übersandten Fotos und versuchten außerdem, zu erreichen, dass sich jemand die Situation vor Ort ansieht und dokumentiert – erfolglos.

Nach dem vielen Regen kam die Hitze.

Feuchtigkeit und starke Hitze sind ein optimales Zusammentreffen für Keime. Auf die damaligen Verhältnisse werde ich an anderer Stelle noch ausführlicher eingehen:

→ Blog: Zustand Haus

Anfang Juni 2021

31.05.2021 und 07.06.2021 – Welpenabnahmen

Am 31.05.2021 sowie am 07.06.2021 erfolgten Vorstellungen unserer Welpen zur Welpenabnahme, vom X-Wurf bis zum A-Wurf.

Alle Welpen befanden sich bis dahin in einem guten Allgemeinzustand.

Die entsprechenden Gesundheitszeugnisse sind vorhanden.


04.06.2021 – Alana kollabiert

Am 04.06.2021 befanden sich alle Welpen im Außengehege, als unsere kleine Alana plötzlich kollabierte.

Alana war eine sehr kleine und zierliche, gleichzeitig aber ausgesprochen aufgeweckte und quirlige Hündin.

Wir vermuteten eine Unterzuckerung und gaben ihr sofort Jubin und Wasser.

Sie erholte sich daraufhin schnell wieder.


05.06.2021 – Abgabe von zwei Welpen aus dem X-Wurf

Am 05.06.2021 gaben wir zwei Welpen aus unserem X-Wurf an ihre neuen Besitzer ab. Im Haushalt lebte bereits eine ältere Hündin.

Beide Welpen befanden sich bei der Abgabe in einem sehr guten Zustand.

Die kleine Xelia zeigte jedoch in ihrem neuen Zuhause Auffälligkeiten.

Ich telefonierte daraufhin mit Familie F. Im Laufe dieses Gesprächs stellte sich heraus, dass die beiden Welpen nachts in einer Box schliefen und dort keinen Zugang zu Trinkwasser und Futter hatten.

Wir versuchten der Familie zu erklären, dass die Welpen auf jeden Fall jederzeit Zugang zu Wasser und Futter haben müssen. Die Bauchspeicheldrüse funktioniert bis zur 20. Woche eines Welpen noch nicht vollständig. Aber unabhängig davon sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass gerade Welpen jederzeit frisches Wasser zur Verfügung haben.


08.06.2021 – Glukose und Futter für Familie F.

Mein Mann brachte Familie F. am 08.06.2021 vorsichtshalber Glukose sowie ROYAL CANIN Starter Mousse Mother & Babydog.

Dabei hatte er Kontakt mit den Hunden von Familie F.

Leider verschlechterte sich der Zustand der kleinen Xelia deutlich.

Der kleinen Xianna hingegen ging es sehr gut.

In einem Telefonat versuchte Herr F., Ersatz für die kleine Xelia zu fordern.

Ich bot ihm daraufhin an, Xelia vorübergehend wieder bei uns aufzunehmen, um sie etwas aufzupäppeln.


08.06.2021 – Übergabe von Amigo of lovely Gang

Ebenfalls am 08.06.2021 brachte mein Mann den kleinen Amigo of lovely Gang zur Übergabe zum Autohof Zwickau Ost.

Dies geschah auf Verlangen von Frau C. H.

Auf diesen Vorgang werde ich noch gesondert und ausführlich eingehen – einschließlich des vollständigen Chatverlaufs von der Anfrage bis zur Übergabe.


14.06.2021 – Erste Probleme bei einem unserer Welpen

Am 14.06.2021 traten die ersten Probleme bei einem unserer Welpen auf.

Noch am selben Tag suchten wir die Tierarztpraxis DVM J. M. auf.

Von unserer Xintia wurde eine Stuhlprobe genommen.

Befund:

  • Darmflora in Ordnung
  • kein Hinweis auf Giardien
  • kein Hinweis auf andere Parasiten

Natürlich vertrauten wir unserem Tierarzt.

Doch der Zustand unserer Welpen verschlechterte sich weiter.

Nach Rücksprache mit unserem Tierarzt sollten wir den Welpen Metronidazol verabreichen. Das taten wir auch.

Er äußerte außerdem die Vermutung, dass der Durchfall und die Schwäche der Welpen möglicherweise von der Hitze kämen.

Es waren zu diesem Zeitpunkt auch nicht alle Welpen betroffen. Ebenso ließ sich nicht feststellen, dass ausschließlich die kleinsten oder schwächsten Tiere erkrankten.

Wir konnten uns einfach keinen Reim darauf machen.


15.06.2021 – Xelia kommt zurück

Am 15.06.2021 wurde die kleine Xelia, eine der beiden zuvor abgegebenen Hündinnen, zu uns zurückgebracht.

Als Grund wurde Überforderung angegeben.


Weitere Informationen über Parasiten

In der Zwischenzeit erfuhr ich, dass auch andere Züchter Probleme mit Giardien hatten.

Auch unser Tierarzt erklärte uns, dass in diesem Jahr die Anzahl der Erkrankungen mit Parasiten verhältnismäßig hoch sei.


21.06.2021 – Der Zustand verschlechtert sich deutlich

Am 21.06.2021 gingen wir erneut mit vier Welpen in die Tierarztpraxis von DVM J. M.

Wir hatten ein sehr schlechtes Wochenende hinter uns.

Bereits auf der Fahrt zu ihm kollabierte eine unserer Hündinnen.

Dadurch konnte der Tierarzt den Zustand erstmals selbst unmittelbar erleben.

Nach der Gabe von Jubin und einer subkutanen Infusionslösung normalisierte sich ihr Zustand wieder.

Der sehr heftige Durchfall bestand jedoch weiterhin.

Unsere Tage und Nächte verbrachten wir zu dieser Zeit praktisch nur noch damit, unsere Welpen

  • zu tränken,
  • zu spritzen,
  • zu versorgen
  • und ständig alles zu reinigen.

Die Versorgung unserer Welpen hatte für uns oberste Priorität.

Der Haushalt blieb in dieser Situation zwangsläufig irgendwie liegen.

Darauf werde ich ebenfalls noch gesondert eingehen:

→ Blog: Zustand Haus

21.06.2021 – Sammelkotprobe

Unser Tierarzt forderte nun eine Sammelkotprobe an.

Diese brachten wir noch am selben Tag in die Praxis.

Den Befund erhielten wir am Abend des 23.06.2021 gegen 17:00 Uhr.

Befund:

Mäßiger Befall mit Kokzidien.

Daraufhin erhielten wir zwei Flaschen Procox für alle Tiere unseres Rudels sowie zusätzlich ein Rezept.

Wir verabreichten unseren Hunden das Medikament im guten Glauben.

Wir konnten zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen, dass sich danach alles noch sehr viel stärker verschlechtern würde.

Erst in der Nacht vom 23.06. auf den 24.06.2021 wurde der Zustand unserer Welpen schließlich sehr kritisch.


23.06.2021 – Veterinäramt Plauen

Am Morgen des 23.06.2021, kurz vor 09:00 Uhr, erschien Frau P. vom Veterinäramt Plauen zu einer Überprüfung.

Anlass war eine Anzeige von P. L. beim Veterinäramt im Zusammenhang mit den Ammenwelpen.

Mein Mann erklärte Frau P. die Situation.

Währenddessen kümmerte ich mich um unsere Welpen, denen es zu diesem Zeitpunkt bereits sehr schlecht ging.

Frau P. schaute sich auf unserem Grundstück um und beging auch das Gartenhaus.

Für den folgenden Tag, den 24.06.2021, wurde ein weiterer Termin vereinbart, bei dem auch die Räumlichkeiten unseres Hauses angesehen werden sollten.


24.06.2021 – Dramatische Verschlechterung

Am 24.06.2021 verschlechterte sich der Zustand unserer Welpen sehr stark.

Wir versuchten deshalb, sofort eine Klinik zu finden, die unsere Welpen aufnehmen und behandeln konnte.

Den vereinbarten Termin mit dem Veterinäramt mussten wir deshalb verschieben.

Wir sprachen mit Frau S., die uns jedoch nicht glaubte, dass unsere Welpen erkrankt waren.


Am 24.06.2021 angerufene Tierkliniken

Kleintierklinik Auerbach

Die Kleintierklinik Auerbach lehnte uns ab.

Kleintierklinik Hof

Die Kleintierklinik Hof teilte uns mit, dass aktuell keine Kapazitäten vorhanden seien.

Wir sollten eine Klinik beziehungsweise Behandlungsmöglichkeit in unserem eigenen Bereich suchen.

Kleintierklinik Dr. M. in Crimmitschau

Bei der Kleintierklinik Dr. M. in Crimmitschau sollten wir über die Mittagszeit drankommen.

Da die zuständige Ärztin jedoch noch nicht vor Ort war, sollten wir zunächst einen Rückruf abwarten.

Bei diesem Rückruf – Dr. M.??? – wurde uns mitgeteilt, dass möglicherweise lediglich zwei bis drei Welpen, jedoch keine sieben Welpen behandelt werden könnten.

Da sich aber alle sieben Welpen in einem wirklich sehr schlechten Zustand befanden, entschieden wir uns, zunächst zu Dr. U. M. nach Treuen zu fahren, damit wenigstens eine Akutbehandlung erfolgen konnte.

DVM J. M. in Plauen war zu diesem Zeitpunkt nicht verfügbar.


Akutbehandlung in Treuen

Frau Dr. D. erklärte mir dort das Medikament Procox.

Sie machte deutlich, dass die Welpen dringend in einer umliegenden Klinik behandelt werden müssten und eine Dauerinfusion benötigten.

Greiz kam für uns nicht in Frage, da dort bereits zuvor ein Behandlungsfehler bei unserer Asmara vorgelegen hatte.

Darauf werde ich ebenfalls gesondert eingehen:

→ Blog: Asmara


25.06.2021 – Beschlagnahmung unserer Hunde

Am 25.06.2021 erfolgte schließlich die

Beschlagnahmung unserer Hunde ohne Richterbeschluss

sowie die Durchsuchung unserer Wohnung.

Die genauen Umstände dieses Tages und der Beschlagnahmung habe ich beziehungsweise werde ich ausführlich in einem eigenen Beitrag darstellen:

→ Blog: Beschlagnahmung


Ein absoluter Ausnahmezustand

Der Zustand unserer Welpen in diesen Tagen war für uns ein absoluter Ausnahmezustand.

Wir verbrachten Tage und Nächte damit, die erkrankten Tiere zu versorgen, ihnen Flüssigkeit zu geben, sie zu behandeln und alles sauber zu halten. Gleichzeitig versuchten wir verzweifelt, tierärztliche beziehungsweise klinische Hilfe für alle betroffenen Welpen zu bekommen.

Unsere Hunde und unsere Welpen waren zuvor noch nie ernsthaft krank gewesen.

Umso weniger waren wir auf eine solche Situation vorbereitet.

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